SEO

Ihre Kunden sind zufrieden? Dann bitten Sie sie endlich um eine Bewertung.

Von Oliver Misch 18. Februar 2025 5 Min. Lesezeit

Zwischen Ihnen und deutlich mehr Google Bewertungen steht meist nur eines: die Scheu zu fragen. Wie Sie es seriös angehen, was rechtlich zu beachten ist und warum kritische Stimmen sogar helfen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Bewertungen wirken doppelt: auf die Platzierung bei Google und auf die Entscheidung von Menschen.
  • Der wirksamste Weg ist unbequem einfach: aktiv, persönlich und zum richtigen Zeitpunkt fragen.
  • Gekaufte Bewertungen und Anreize gegen Sterne sind rechtlich riskant und können das Profil kosten.

Warum Bewertungen über Aufträge entscheiden

Stellen Sie sich zwei Betriebe nebeneinander vor: einer mit vier Bewertungen, der andere mit achtzig und einer sichtbaren Antwort unter jeder einzelnen. Gleiche Leistung, gleicher Preis. Wen rufen Sie an? Genau diese Entscheidung treffen Ihre Kunden täglich, und Google trifft sie mit: Anzahl, Aktualität und Qualität der Bewertungen fließen in die lokale Platzierung ein. Bewertungen sind damit kein Schmuck, sondern Umsatzfaktor.

So fragen Sie richtig

Mehr Bewertungen zu bekommen geht ohne jeden Trick, es braucht nur einen Ablauf. Der beste Zeitpunkt ist der Moment der Zufriedenheit: Die Arbeit ist abgenommen, das Lob kommt von selbst. Genau dann fragen Sie persönlich, ob der Kunde diese Erfahrung bei Google teilen würde. Machen Sie es anschließend so einfach wie möglich, etwa mit einem direkten Bewertungslink per Nachricht oder einem kleinen Kärtchen mit QR-Code. Wer erst zuhause nach Ihrem Profil suchen muss, bewertet nicht.

Und ja, es dürfen Routinen sein: die Frage als fester Teil der Abnahme, der Link als fester Teil der Rechnungsmail. Konstanz schlägt jede einmalige Aktion, denn Google mag einen stetigen Zufluss lieber als dreißig Bewertungen in einer Woche und danach Stille.

Finger weg von diesen Abkürzungen

  • Bewertungen kaufen: erkennbar, abmahnfähig und ein Löschgrund für das ganze Profil.
  • Rabatte oder Geschenke gegen Sterne: gilt als unlautere Beeinflussung.
  • Mitarbeiter und Verwandte bewerten lassen: fällt auf und fällt auf Sie zurück.
  • Kritische Bewertungen wegdrohen: aus einer schlechten Bewertung werden so zwei.

Kritik ist Ihre Bühne

Eine schlechte Bewertung fühlt sich ungerecht an, ist aber eine Gelegenheit. Denn Ihre Antwort lesen nicht nur die Verfasser, sondern alle künftigen Kunden. Antworten Sie sachlich, zeigen Sie Lösungswillen und bleiben Sie auch dann souverän, wenn die Kritik unfair ist. Ein Betrieb, der mit Kritik erwachsen umgeht, wirkt vertrauenswürdiger als einer mit makelloser Fassade. Nur bei nachweislich falschen Tatsachenbehauptungen lohnt der Weg über die Meldefunktion von Google.

Der Anfang ist leichter, als Sie denken

Nehmen Sie sich die letzten fünf zufriedenen Kunden vor und bitten Sie sie diese Woche um eine Bewertung, persönlich und mit direktem Link. Mehr braucht der Start nicht. Wenn Sie das Thema systematisch angehen wollen, vom Bewertungslink bis zur Einbindung der Stimmen auf Ihrer Website, helfen wir gern dabei.

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Oliver Misch

Geschäftsführer der medienplus GmbH und Kopf hinter pixelsetzer. Schreibt hier über Websites, Sichtbarkeit und Digitales für kleine Unternehmen. Ohne Fachchinesisch, mit Meinung.

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